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ÖGWG Weiterbildungsangebot:

 

Geplanter Start der nächsten Weiterbildung: Frühjahr 2026

 

Personzentrierte Säuglings-, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie

Langjährige Erfahrung. Diese Weiterbildung wird seit 30 Jahren von der ÖGWG angeboten.

Ausgehend von dem von Carl ROGERS (1942 - 1972) und V. M. AXLINE (1947 - 1992) entwickelten Konzept und der neueren personzentrierten Konzeptentwicklung formuliert Franz KEMPER: "Im Mittelpunkt der therapeutischen Bemühungen steht das Kind und nicht das Symptom. Aus dieser Sicht wird Therapie vornehmlich und konsequent als fortschreitender Prozess der Persönlichkeitsentwicklung begriffen, durch den das Kind sich entfaltet und verändert."

Empathie, Wertschätzung und Echtheit. Vorrangiges Ziel therapeutischen Handelns ist folglich die Unterstützung des Kindes und dessen Bezugssystems sich so zu entwickeln, dass es mit seinen Sorgen und Nöten und den an ihn gestellten Aufgaben auf besser integrierte Weise umgehen kann, und nicht vordergründig die Arbeit an einem bestimmten Problem oder Symptom. Klientenzentrierte Therapeut*innen achten auf die Autonomie des Kindes und dessen Bezugssystems als Basis der Selbstachtung und der Entwicklung des Selbstkonzeptes, getragen von den zentralen Säulen des klientenzentrierten Ansatzes: Empathie, Wertschätzung und Echtheit.

Qualifikationsziel. Im Fokus steht das eigenständige, eigenverantwortliche therapeutische, spieltherapeutische Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen sowie mit deren näherem und erweitertem Bezugsfeld. Teilnehmende Psychotherapeut*innen bzw. Spieltherapeut*innen sollten die Fähigkeit erlangen, Familie und Umwelt von Kindern für deren positive Entwicklung zu nützen. Die grundlegenden Prinzipien der realen, therapeutischen Begegnung - Empathie, Wertschätzung und Kongruenz von Psychotherapeuten*innen und die Palette der Interventionsmöglichkeiten stellen bei angemessener Verwirklichung sicher, dass diese Form der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen bzw. deren Bezugspersonen strukturelle Veränderung ermöglicht und nicht im Unverbindlichen verweilt.

Zertifiziert, anerkannt und persönlich. Dieses Weiterbildungscurriculum ist vom ÖBVP zertifiziert und anerkannt, es entspricht den aktuellen Richtlinien des Bundesministeriums für Gesundheit (2014) zur Säuglings-, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie. Doch obwohl dieses Vermittlungskonzept in einer curriculären Form abläuft, werden individuelle Entwicklungsprozesse, Spontanität, Unerwartetes, Aktuelles, Berufsbezogenes usw. als Lebensrealität der Teilnehmer*innen unbedingt berücksichtigt und einbezogen.

Inhaltliche Schwerpunkte. Vor allem im ersten Drittel der Weiterbildung liegen die Schwerpunkte auf persönlichen inneren Spielräumen, Spielfähigkeit, Beziehungsgestaltung zu den verschiedenen Altersgruppen, eigene Kindheitsgeschichte, Umgang mit kindlicher Regression und Aggression, innerer Bezugsrahmen zu den diversen Störungsbildern. Zwei Screenings (Standortbestimmung, reflexiver Prozess innerhalb der Weiterbildungsgruppe) dienen zum einen als Legitimation innerhalb der Weiterbildung, mit Kindern therapeutisch zu arbeiten, zum anderen als Vorbereitung für die für den positiven Abschluss erforderliche Abschlussarbeit. Bei Bedarf ist eine, im Screening mit den Leiter*innen der Weiterbildung vereinbarte Anzahl von Einzelselbsterfahrungsstunden, erforderlich.

Ausbildungsteile. Mindestens 312 Arbeitseinheiten Theorie und Praxeologie für klienten- und personzentrierte Psychotherapeut*innen, mindestens 360 Arbeitseinheiten für Psychotherapeut*innen anderer Fachrichtungen, mindestens 60 Arbeitseinheiten Selbsterfahrung, mindestens 200 Stunden eigene therapeutische Praxis und mindestens 60 Arbeitseinheiten Supervision sind zu absolvieren.

 

Lehrinhalte

AE

1.

Einführungsseminar.
Kennenlernen der WeiterbildnerInnen, der Weiterbildungsgruppe und Inhalte der Weiterbildung

16

2.

Therapeutenpersönlichkeit / Praxeologie. Zugang zur eigenen Kindheit, eigene Spielgeschichte. Rekonstruktion eigener Bindungs- und Beziehungserfahrungen.  In Beziehung sein mit einem sich entwickelnden Selbstkonzept als therapeutische Herausforderung. Besprechen und Abschließen des Weiterbildungsvertrages.

24

3.

Persönlichkeitstheorie. Persönlichkeitstheorie nach C. ROGERS und weiterführende Konzepte. (Wird aus dem personzentrierten Fachspezifikum angerechnet.)

16

4.

Therapietheorie. Empathie, Wertschätzung und Kongruenz als tragende Elemente der therapeutischen Beziehung. (Wird aus dem personzentrierten Fachspezifikum angerechnet.)

 16

5.

Entwicklungstheorie. Grundlagen der klientenzentrierten Entwicklungslehre. (Wird aus dem personzentrierten Fachspezifikum angerechnet.)

 16

6.

Klientenzentriertes / Spieltherapeutisches Beziehungskonzept / Praxeologie. Spieltheorien, die Bedeutung des Spiels in der kindlichen -Entwicklung, Spiel im therapeutischen Kontext. Referat: Emotionale Störungen im Kinder- und Jugendlichenalter (Angst, Zwang etc.)

 24

7.

Entwicklungspsychologie und bindungstheoretische Grundlagen / Theorie. Wahrnehmungsentwicklung und Entwicklung von frühem Bindungsverhalten sowie Bindungsstörungen, altersgemäße Entwicklungsaufgaben in Bezug zur therapeutischen Arbeit, bindungsrelevante Schwerpunkte im Therapieprozess.

 16

8.

Therapiebeginn / Praxeologie. Erstkontakt und Beziehungsaufnahme, Diagnosephase, prozessuale Spieldiagnostik , cirkuläre Verstehenshypothesen bilden, Erstinterview, Therapiezielabklärung, Setting, Rahmen, Referat: Verhaltensstörungen (ADHS, ADS).

24

9.

Spieltherapeutische Prozessgestaltung / Praxeologie und 1. Screening. Indikatoren unterschiedlicher Prozessphasen, prozessgestaltende Möglichkeiten, Gruppen- und Ausbildnerreflexion der eigenen Prozesse.

24

10.

Säuglingspsychotherapie / Theorie. Die Säugling-Eltern-Beziehung, Entwicklungsdynamik und Störungsbedingungen.

16

 11.

Umgang mit kreativen Medien / Praxeologie. Kennenlernen unterschiedlicher Modalitäten, Nutzen und Einbinden kindlicher und familiärer Ressourcen, Erlernen von Techniken: z. B.:  Therapeutische Geschichten, Arbeiten mit inneren und äußeren Bildern, Verwendung verschiedenster Materialien, Kennenlernen von prozess- und erlebnisaktivierenden Interaktionen, Referat: Psychosomatik.

 32

12.

Diagnostik und Grundzüge systemischen Denkens / Theorie.
Projektive Testverfahren für Diagnostik und Intervention. Einführung in die unterschiedlichen Perspektiven, Systeme zu betrachten, um die Sinnhaftigkeit der kindlichen Symptomatik auch aus der Familiendynamik zu begreifen. Bündeln der unterschiedlichen Betrachtungsweisen zu Verstehenshypothesen.

16

13.

Eltern, Familien und Umfeldarbeit / Praxeologie. Einbindung  der  Hauptbezugssysteme der Kinder und Jugendlichen in den therapeutischen Prozess, um Verstehen und Akzeptanz kindlicher Veränderungen zu fördern  und mitzutragen. Von begleitender Elternarbeit bis zur klientenzentrierte Paar- und Familientherapie, Umgang mit angrenzenden Berufen (zB. Kinder- und Jugendhilfe) ; Referat:  Das Arbeiten mit traumatisierendem Erleben, sowie Traumafolgestörungen. 24

14.

Spezielle Aspekte der Jugendlichen-Psychotherapie / Theorie. Spezifische methodische Ansätze in der therapeutischen Arbeit mit Jugendlichen. 16

15.

Vertiefung des therapeutischen Spiels (und therapeutischen Kommunikation) sowie Therapiephasen  / Praxeologie. Interaktionsresonanz als Repräsentanz der spieltherapeutischen Kommunikation und Beziehungsgestaltung und ihr verbales Äquivalent in der Arbeit mit Jugendlichen. Referat: Pubertäts- und Identitätsstörungen  24

16.

Störungsspezifisches Vorgehen / Theorie. Mit besonderer Berücksichtigung des jeweiligen Anwendungskontextes (Therapieprozess). 16
17. Der therapeutische Gesamtprozess / Theorie. Erkennen und Gestalten des psychotherapeutischen Prozesses und die prozessuale Miteinbindung des Bezugssystems; Phasen und Abschluss des gesamten Prozesses. 16
18. Abschluss der Weiterbildung und 2. Screening / Praxeologie. Persönlicher Abschluss und Abschied von der Weiterbildung, sowie Präsentation und Reflexionsgespräche von Abschlussarbeiten. 24

 

Die angeführten Referate werden von den Teilnehmer*innen eingebracht und in der Gruppe diskutiert. Die beiden SCREENINGS sind Standortbestimmungen und reflexive Prozesse innerhalb der Weiterbildungsgruppe. Sie dienen zum Einen als Legitimation, innerhalb der Weiterbildung mit Kindern therapeutisch zu arbeiten, zum Anderen als Vorbereitung für die für den positiven Abschluss erforderliche Abschlussarbeit. Bei Bedarf ist eine, im SCREENING mit den Leiter*innen der Weiterbildung vereinbarte Anzahl von Einzelselbsterfahrungsstunden, erforderlich.


Selbsterfahrung. Selbsterfahrung ist als Gruppenselbsterfahrung im Ausmaß von mindestens 60 Stunden erforderlich. Inhaltlich Schwerpunkte sind dabei vor allem im ersten Drittel der Weiterbildung: Persönliche innere Spielräume, Spielfähigkeit, Beziehungsgestaltung zu den verschiedenen Altersgruppen, eigene Kindheitsgeschichte, Umgang mit kindlicher Regression und Aggression, innerer Bezugsrahmen zu den diversen Störungsbildern.

Supervision. 20 AE Supervision sind in der laufenden Weiterbildungsgruppe integriert; 20 AE Gruppensupervision sowie 20 AE Einzelsupervision sind darüber hinaus erforderlich.

Praxis. Im Rahmen dieser Weiterbildung sind mind. 200 AE eigene Klientenzentrierte Psychotherapien mit Kindern und Jugendlichen zu erbringen.

Ausbildungszeitraum. Die Weiterbildung dauert ca. 2,5 - 3 Jahre und findet im Rahmen von großteils 2- und 3-tägigen Seminaren statt.

Abschluss. Der Abschluss kann nur nach einjähriger Eintragung in die Psychotherapeut*innenliste erfolgen. Weitere Voraussetzungen sind Beendigung der gesamten Weiterbildung inklusive Abschlussarbeit (positive Reflexion innerhalb des Screenings und Absolvierung der Supervisions- und Praxisstunden.) Die für den positiven Abschluss erforderliche Abschlussarbeit (schriftliche Falldarstellung, mindestens zwanzig Seiten über einen längeren Therapieprozess), wird in einem reflexiven Prozess innerhalb der Weitebildungsgruppe im Beisein von zwei Weiterbildner*innen evaluiert.

Der nächste Lehrgang startet im Frühjahr 2026.

Die Weiterbildung in personzentrierter Säuglings-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie richtet sich grundsätzlich an bereits ausgebildete Psychotherapeut*innen bzw. Psychotherapeut*innen in Ausbildung unter Supervision aus dem klientenzentrierten und personzentrierten Fachspezifikum.

Die Teilnahme von eingetragenen Psychotherapeut*innen anderer Fachrichtungen ist möglich, es sind nach der neuen Weiterbildungsordnung zusätzlich 48 Theoriestunden (Klientenzentrierte Persönlichkeits-, Therapie-, und Entwicklungstheorie) als Gasthörer*in in einem laufenden ÖGWG-Fachspezifikum zu absolvieren.

Orientierungsseminar: € 308,--

 

Gesamte Weiterbildung:

(A) Für klientenzentrierte/personzentrierte Psychotherapeut*innen: 312 AE + 40 AE Supervision, ca. € 6.006,--, zusätzlich 20 EH Einzelsupervision.

(B) Für Psychotherapeut*innen anderer Fachrichtungen: 360 AE + 40 AE Supervision, ca. € 6.930,--, zusätzlich 20 EH Einzelsupervision.

Weiterbildungsteam

Mag.a (FH) Kubinger-Spitzer, MSc, Dr.in Karin Bayer-Daschill, Brigitte Pelinka MSc, Mag.a Tanja Mayr-Nowak, Brigitte Sotzko-Wengert MSc, Margarete Aschaber-Mader, Emil Ivanovski, Klaus Mayerhofer, Wolfgang Sabaini, Mag.Wilhelm Pointner, Gerd Naderer

Anmeldungen für die Weiterbildung Personzentrierte Säuglings-, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie richten Sie bitte an: Brigitte Sotzko-Wengert. 

Mag. Wilhelm Pointner, MSc

Mag. Wilhelm Pointner, MSc

Lehrgangsleiter
Brigitte Sotzko-Wengert, MSc

Brigitte Sotzko-Wengert, MSc

Lehrgangsleiterin
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Gerd Naderer

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